Der Suff

Der Suff
zerstört den aufrechten Gang, welchen wir über Millionen von Jahren
erlernt haben in zehn Minuten, wenn die Mische stimmt. Er entehrt den
Menschen und sein Erbe in Schlängellinienform. Kulturell zelebriert, religiös akzeptiert, soziologisch kommentiert, politisch subventioniert, wirtschaftlich materialisiert, bringt er Verborgenes zum Vorschein und produziert dabei eine Vielzahl von Beweisen. Breit an- und ausgelegte Sichtproben der ungenügenden Ernährung im Großteil der Population. Die Gewissheit das Selbstvertrauen auch keine Lösung ist. Einfache Schlägerin oder vielseitiger Demagoge. Körperformen. Geschlechtsorgane. Intime Geständnis. Angefressene Wahrheiten und Kinder. Viele Kinder. Der Suff ist und bleibt der beste Weg sich der Verantwortung gegenüber seinem Selbst zu entziehen.

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Lafayette’s Laissez-Faire

Die Frau, die mal eine Hure war. An einer Bar. Getroffen. Zusammen
ersoffen, im Alkohol. Ich fand sie elegant, famos, sagte mich von den
Schmerzen los. Verstand ihre Bedenken nicht. Verschwieg mir nichts.
Da wo die Liebe hinschlägt, tut es oft richtig weh. Liebe ist etwas
für Könner. Angsthasen dürfen hassen. Helden aber müssen lieben.
Wir schwebten hinauf in eine stille Ewigkeit. Bruderkuss, überraschend
zarte Hände, Furchen kratzen, in die Wände. Lendenschmerzen. Kerzen
brannten am Mitternachtsaltar. Gruben graben oder Türme
bauen. Es ist egal. Hier mag es so sein. In einem Raum, nichtig und
klein. Jedoch, die Wahl ist keine Qual. Wie viele von uns wollen sie
wirklich akzeptieren. Ohne den Glauben an etwas zu verlieren, ohne
menschliches Öl zu suchen, ohne Zahlen auf Datenträger zu buchen,
ohne Holz zu sammeln an kalten Tagen, ohne das Sehen vor dem Hören
zu wagen. Die Frau die mal ein Mann war. An
einer Bar. Getroffen. Dieser Tage, zusammen hoffen, dass alles besser
wird.