Man hat auch mal schlechte Nächte

Haie mit Taschenlampen verfolgen mich des nachts. Sie wollen mir
gebrauchte Zahnstocher andrehen. So ein Scheiß. Jedes Mal warte ich
darauf gerettet zu werden, kann mich aber nicht davor retten, lange
warten zu müssen. Zu lange dauert es bis die Delfine aus der
Nachbarschaft da sind. Die haben nie Zeit, diese verdammten,
kettenrauchenden Delfine. Fahren nur noch ihre schicken BMWs durch
die Kante. Nur noch auf’s Geld aus. Nur noch Importsardinen. Nur noch
U2. Wenn man dem Buschfunk trauen kann, gehört ihnen bald das ganze
Viertel, alles wolln’se aufkaufen, mit ihrem Geld, das sie sich in
ihren Delfin-als-Beifang-Rechtsfällen erstritten haben. Die
Thunfische haben das Nichts bekommen. Na ja, in der Gerüchteküche wird
immer heiß gekocht, aber am Ende kalt serviert. Surimi. Letzlich sind mir
die Haie doch lieber. Wenn ich mich jetzt schwarz ärgere, sehen sie
mich vielleicht nicht mehr. Andererseits sollte ich mir nicht immer
alles so zu Herzen nehmen. So ein Hai ist doch auch nur ein Fisch, oder war es ein Mensch.
Scharfe Zähne, Messer in der Tasche, Flosse auf dem Rücken. Die
wollen auch nur was Essen. Einen Arm könnte ich sicher spenden.

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